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Die Pop-Formeln: Was Radiowerbung und Marken zum Hit macht

Was hat ein erfolgreicher Toffifee-Radiospot mit dem Siegertitel des Eurovision Song Contests aus Aserbaidschan gemeinsam? Die Antwort darauf gab Dr. Volkmar Kramarz dem gespannten Publikum auf dem Radio Day. "Wir definieren Popularmusik (Pop-Musik) an bestimmten Akkord-Folgen. Und was im Geschäft Musikgeschäft als Erfolgsrezept wirkt, das ist auch in der Werbung höchst eingängig.  ...

Eurovision Song Contest 2011: Genau die Songs waren hier in besonders vielen unterschiedlichen Ländern gleichermaßen erfolgreich, die bestimmte Akkord-Abfolgen einhielten. Der Siegertitel, in C-Dur Grundtonart gehalten, erweist sich zwar als handwerklich eher simpel – auch er hat nämlich genau vier Akkorde, mit dem winzigen Kniff einer absteigenden Basslinie, die in einer standardisierten Wiederholung gespielt werden. Und dennoch oder gerade deshalb ist er besonders eingängig: Er lässt den Hörer sofort in die Wohlfühl-Assoziationswelt eintauchen, die eine wahre „Dopamin-Dusche“ auslöst.

Pop-Formel erreicht mehr Hörer

Was sich bei nach der Pop-Formel konzipierten Songs ganz genau in unserem Gehirn abspielt, das wäre dem Musikwissenschaftler eine wissenschaftliche Studie wert. Doch auch ohne diese ist erkennbar: Das Schema wirkt ebenso in bekannten Werbesongs, die uns im Gedächtnis hängen bleiben. Befragt man Hörer nach ihren Favoriten unter in Erinnerung gebliebener musikalischer Werbung, stehen die Diebels Alt-Melodie „Ein schöner Tag“, „Einfach gut“ von McDonalds und auch „Bacardi Feeling“ ganz oben auf der Rangliste. Eine genauere Analyse belegt: Alle diese Melodien folgen dem von Kramarz herausgefilterten Muster ...

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QUELLE: http://www.radioday.de

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